Freitag, 21. Juli 2017

Revolution

Revolution

Morgens um drei wurde ich von heftigen Schlägen und Tritten an der Tür geweckt. Ich hatte zunächst keine Ahnung, wer so einen Lärm machte, bis ich den kleinen Transporter und drei junge Damen in Militärkleidung vor meiner Tür sah. Sie hatten mich am Fenster erblickt, winkten energisch und forderten mich auf, die Tür zu öffnen.

"Aufmachen ! Militärpolizei !"

Mir war sofort klar, dass dieser Besuch Ärger bedeutete, auch wenn ich mir noch immer nicht erklären konnte, was sie von mir wollten. Das sehr aggressive Auftreten machte mir Angst. Es kursierten zahlreiche unschöne Gerüchte über die Militärpolizei, die seit dem Umsturz das Regime an der Macht hielt - Amazonen, die unsere frühere Weltordnung auf den Kopf gestellt hatten. Nachdem die Regierung auch den letzten Kredit in der Bevölkerung verspielt hatten, geschah eines Nachts das Unfassbare. In unzähligen Städten besetzten paramilitärische Einheiten Kasernen und Polizeistationen, der Reichstag wurde gestürmt, der Regierungschef festgenommen und zum Abdanken gezwungen. Niemals hätte ich es für möglich gehalten, dass so etwas passieren konnte, doch die Aktion war offensichtlich perfekt vorbereitet gewesen. In der Nacht erfolgte noch eine Fernsehansprache, in welcher ein Militärrat sich als neue Regierung erklärte mit dem Ziel ein strenges Matriarchat aufzubauen, da männlich geprägte Herrschaftsformen versagt hatten. Für die ersten 48 Stunden wurde der Kriegszustand ausgerufen und ein Ausgangsverbot für Männer verhängt worden. Es gab dabei unzählige Verhaftungen, da die Anordnung zunächst nicht ernst genommen wurde, bis schließlich jeder realisiert hatte, dass der Umsturz wirklich geschehen war. Wie es weitergehen sollte, wusste niemand, aber ich sollte es bald erfahren.

Ich hatte einen Moment an Flucht gedacht, den Gedanken dann jedoch verworfen, da ich letztendlich nichts getan hatte, was mir Ärger einbringen konnte. Zögerlich ging ich insofern an die Tür und öffnete sie. Sofort packte mich eine der drei Frauen am Handgelenk, zog mich aus der Tür und auf den Boden. Noch ehe ich wusste, wie mir geschah, hatte sie mir die Arme auf den Rücken gedreht, Handschellen angelegt und mir einen Sack über den Kopf gezogen.
"Hoch mit dir! "

Ich wurde unter den Armen gepackt, hoch gezogen und zum Transporter geschleift, wo man mich grob in den Laderaum schob und dann die Tür hinter mir zuknallte. Eine der Soldatinnen drückte mir ihren Stiefel auf den Rücken.
"Liegen bleiben und keinen Ton !"

Der Wagen setzte sich in Bewegung, und ich wagte es tatsächlich nicht, mich zu rühren, sondern hoffte, dass alles nur ein Missverständnis war, das sich bald aufklärte.
"Es geht für dich jetzt ins Umerziehungslager - das alte Gefängnis. Es liegt insofern an dir, ob du noch einen Nutzen für die Gesellschaft hast und ein neues Leben an der Seite einer wundervollen Herrin beginnen darfst oder ob du den Rest deines Lebens in diesem Lager verbringen wirst. Ich rate dir jedenfalls, keinen Widerstand zu leisten und keinen Ton zu sagen, sofern du nicht ausdrücklich dazu aufgefordert wurdest. Hast du das verstanden ?"

Ich nickte kurz, erhielt aber als kleine Belohnung nur einen Tritt in die Seite. Ich kannte das alte Gefängnis. Es lag etwas außerhalb der Stadt, so dass die Fahrt nicht sonderlich lange dauerte. Es war jedoch immer nur ein Gefängnis gewesen. Die Nutzung als Umerziehungslager war neu, und ich konnte mir nichts darunter vorstellen, die Dame an meiner Seite machte aber keine Anstalten, mir mehr zu verraten. Schließlich bremste der Wagen irgendwann ab. Ich hörte, wie ein schweres Tor aufgeschoben wurde, der Transporter sich wieder in Bewegung setzte und wenige Augenblicke später endgültig hielt. Die Tür des Wagens wurde geöffnet und ich wieder heraus gezogen und auf die Beine gestellt. Links und rechts wurde ich an den Armen gepackt und vorwärts geführt, durch eine Tür, einen Flur entlang, eine Treppe hinunter, einen weiteren Gang entlang und in einen Raum hinein.

"Ausziehen und säubern !"

Ich selber konnte mich nicht ausziehen, aber das brauchte ich auch nicht. Meine Sachen wurden mir vom Leib gerissen beziehungsweise mit einem Messer zerfetzt, bis ich splitternackt im Raum stand. Auch der Sack wurde mir vom Kopf genommen. Die Handschellen allerdings blieben dran. Es war ein Waschraum, und ich ahnte nichts Gutes, als ich in den gefliesten Bereich geführt wurde und eine Dame sich mit einem großen Schlauch in der Hand vor mir aufbaute. Das Wasser war eiskalt. Ich schrie, als mich der erste Strahl traf, aber sie hatte kein Mitleid. Sie spritzte mich ab, schäumte mich dann wie ein Auto in der Waschanlage ab und spülte den Schaum wieder von meiner Haut. Am Ende wurde ich mit einem derben Handtuch getrocknet und in einen Nebenraum geführt, den ich als eine Kleiderkammer erkannte. Meine Begleiterin drückte eine Klingel, und überraschenderweise kam dieses Mal ein Mann auf mich zu ... na ja ... ein Mann in einem recht beschämenden rosa Kleidchen, stark geschminkt ... nicht ganz ein Mann.
"Lehrerin Sina-Marie, Kleidergröße 48 ... einen Satz Umerziehungskleidung".

Ich ahnte, dass ich damit gemeint war ... Lehrerin. Ich hatte als Lehrer gearbeitet, und langsam dämmerte mir auch, was mich erwartete. Die Gestalt hinter dem Tresen verschwand kam schließlich mit einem Stapel Kleidung zurück. Ein Teil war noch verpackt ... ein Set jedoch war bereits ausgepackt, und ich wurde von meinen Handschellen befreit.

"Anziehen !" folgte das barsche Kommando, und ich wagte es nicht, mich zu widersetzen.

Es war ausschließlich Damenbekleidung. Ich beäugte den Stapel misstrauisch, bis meine Begleiterin mich ein wenig zur Eile antrieb.

"Etwas schneller bitte, Sina-Marie, ansonsten wirst du gleich die Peitsche spüren".

Ich nahm einen Slip in die Hand und zog ihn an, einen BH, halterlose Strümpfe, darüber dann einen knielangen, grauen Rock und eine weiße Bluse. Zuletzt schlüpfte ich in ein Paar Pumps mit einem kleinen Absatz, ehe die junge Frau mir ein
Halsband anlegte und mir sogleich einmal die Wirkung des Stroms demonstrierte, den man durch das Halsband laufen lassen konnte. Es tat weh, obwohl es nur ein leichter Stromschlag war, aber ich spürte ihn sehr, sehr deutlich.
"Die Handschellen bleiben ab ... das Halsband bleibt dran. Bitte folgen Sie mir". Die restliche Wäsche können Sie liegen lassen. Unser Hausmädchen wird sie in Ihre Zelle bringen und einräumen".

Ich war noch immer ein Gefangener, aber ein bisschen überraschte es mich, dass die Schärfe etwas verschwunden war und die Frau mir einen gewissen Respekt entgegenzubringen schien. Sie führte mich zurück auf den Gang, wobei ich auf den Pumps etwas Mühe hatte, ihr zu folgen. Sie führte mich durch das Kellerverlies in einen kleinen Raum, in dem eine weitere Dame bereits auf mich wartete. Sie deutete auf einen Stuhl vor ihr. Meine Begleiterin trat wieder vor die Tür und schloss sie hinter sich. Es war eines dieser klassischen Zimmer, die man aus dem Fernsehen kannte: klein, ein Tisch in der Mitte, auf jeder Seite zwei Stühle, eine Spiegelglasscheibe sowie Kameras. Ich fühlte mich ohnehin total unwohl. Es war mir peinlich, in diesem Outfit auftreten zu müssen ... und nun deutete sich obendrein noch ein Verhör an. Ich wusste nicht, was man mit mir vor hatte, setzte mich schließlich und wartete einfach ab, was weiter geschah.



"Sie sind eine gebildete Halbfrau", erklärte mir die Dame. "Lehrerin ... ich nehme an, dass Sie auch den Umsturz und seine Folgen mitverfolgt haben, das Sie immerhin ahnen, was gerade passiert. Sie haben in der Kleiderkammer doch sicherlich bemerkt, dass es auch für Halbfrauen einen Platz in unserer Gesellschaft gibt ... und das natürlich nicht nur in solchen Positionen. Wir können nicht jede Position durch Frauen besetzen, aber wir bieten den Halbfrauen, die sich unserer Wertevorstellung unterordnen an, auch hier ein erfülltes Leben zu finden. Sie werden als eine Frau leben und einer Herrin unterstellt sein, die in jeder Hinsicht frei über Sie verfügen kann. Sie werden wieder als Lehrerin arbeiten und unserer Zukunft die Werte und Normen unserer Gesellschaft vermitteln, wobei Sie selbstverständlich dazu geschult werden müssen. ... und sie werden als ein Samenlieferant dienen ... Ihre Herrin entscheidet, ob sie auch Sex mit Ihnen haben möchte, aber Sie werden einmal wöchentlich "gemolken", um den Fortbestand der Menschheit zu sichern, bis die Hormone endgültig ihre Wirkung tun und es Ihnen nicht mehr möglich sein wird. Es ist Ihre Entscheidung ... vier Wochen lang werden Sie hier ausgebildet werden ... und können anschließend Halbfrau in gehobener Position sein ... oder ein Leben als lächerliches Individuum in unserer Kleiderkammer führen" ...

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